Alltag und die Bildung der Kinder

Als ich mit meinem ersten Sohn in Elternzeit war, habe ich seit seiner Geburt jeden Tag mit ihm Bücher gelesen, gemalt, gebastelt und gesungen. Der Haushalt blieb links liegen.
Damals hatte ich viel zum Thema „Erziehung“ gelesen und war somit der Meinung ich müsste ihn zu einem intelligenten Menschen ausbilden.

Als wir dann unseren zweiten Sohn bekommen haben, waren wir kurz darauf im Renovierungs- und Umzugsstress und hatten dann eben auch einen größeren Haushalt zu bewirtschaften. Also hatte ich einfach viel weniger Zeit für diesen kleinen Krümel und ich musste daran denken wie es früher war – zu der Zeit als mein Opa Kind war.

Seine Mutter hat ihn mitten bei der Arbeit auf dem Feld entbunden, ist dann angeblich feiern gegangen und während der Feier ist ihr das Neugeborene eingefallen und die ganze Partygesellschaft musste meinen Opa im Feld suchen. 😉 Sie war wohl Zigeunerin hatte schon einen Haufen Kinder. Sie musste auf dem Feld ackern, den Haushalt schmeißen und frisch Kochen – die Kinder sind nebenher aufgewachsen.

Mir kam dann der Gedanke, dass es sich so künstlich anfühlt die Kinder nach Plan zu bilden. Wie hatten es die Mamas mit vielen Kindern gemacht, die Steinzeitmenschen, die Tiere. Die Kinder wachsen nebenher auf und da Kinder einen natürlichen Drang zum lernen haben, lernen sie aus den alltäglichen Situationen.

Ich möchte nicht schlecht gelaunt herumlaufen, weil ich ein schlechtes Gewissen habe, dass ich mich um den Haushalt kümmer und nicht die Kinder bilde. Wie soll ich denn sonst alles schaffen? Brauchen Kinder wirklich so viel Bildung?

Mein Mann möchte, dass unser zweiter Sohn genau so schlau wird wie der erste, deshalb soll ich auch so viel mit ihm lesen. Jedes Kind ist aber von Geburt an anders und ich kann doch nicht von beiden Kindern das gleiche erwarten? Außerdem ändert sich das Leben und man kann nicht beiden Kindern immer das gleiche bieten.

Einmal am Tag versuche ich mit den Kindern zu lesen, zu ihren Büchern haben sie aber immer Zugang und schauen sie sich auch gerne mal alleine an. Ich habe aber nicht mehr jeden Tag Programm (sprich Malen, Singen mit mir) Stifte und Papier können sie sich aber jeder Zeit nehmen. Wenn dann am Wochenende Zeit ist basteln wir gemeinsam oder die Tante kommt zum basteln.

Ich bin der Meinung, dass nicht der ganze Vokus auf den Kindern liegen sollte. Es muss doch möglich sein, dass sie einfach mit uns Leben … einfach in das Leben integriert sind und nicht „künstlich“ bespaßt werden müssen. Das heißt aber nicht, dass ich meine Kinder den ganzen Tag vor dem Fernseher abstelle.

Ich wünsche mir ein Leben mit Kindern und nicht nur um sie herum tanzend. 😉

Die jüngsten Kinostars der Welt – Thomas Balmès D…: http://youtu.be/NNDzkTcMe7M

Den Film kann ich jedem empfehlen. Ich habe ihn schon unzählige Male gesehen und er hilft mir nicht so weit „abzuheben“.

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