Fantasie

Als Kind war es mir besonders wichtig meine Fantasie zu erhalten, wenn ich erwachsen werde. Mir taten die Erwachsenen leid, ich konnte nie begreifen warum sie keine Fantasie haben. Meine Fantasie hat mir gereicht um mich stundenlang mit den einfachsten Dingen zu beschäftigen. Warum konnten die Erwachsenen nicht einfach kritzelkratzel malen um dann nach Ähnlichkeiten zu etwas zu suchen. Warum musste das gemalte immer nach etwas aussehen …

Ich habe eine Modeschau „gezeichnet“, Persone wie sie in den einzelnen Altersstufen aussehen, Familien …
Habe mit Behältern mit Wasser gefüllt gespielt und mir überlegt das seien Personen, Familien und das Wasser war mal die Nahrung und mal was anderes…

Jetzt (seit ich die Kinder habe) muss ich leider feststellen … ich habe es verlernt und ich empfinde es sogar als anstrengend zu fantasieren. Wie konnte mir das passieren … wieso funktioniert das nicht mehr …

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15 Gedanken zu “Fantasie

  1. Mir geht’s da leider genau so. Ich hatte mir als Kind immer gewünscht, meine Eltern würden mal zusammen mit mir auf dem Couch-Schiff sitzen und sich vor den wogenden Wellen am Wohnzimmerboden in Sicherheit bringen. Ich habe mir immer vorgestellt, dass ich da mal eine ganz andere Erwachsene werde. Mittlerweile lassen sich Buntstife nur noch ganz schwer in Superhelden verwandeln und aus einer Bettdecke macht mein Gehirn nur noch mit viel Mühe eine gruselige Höhle. Oft hab ich auch gar keine Lust zu solchen Kindereien.

    Aber WENN wir dann mal mit Holzbein und Hakenhand aus unserem Hängemattenboot aufbrechen, um Kieselsteinschätze vor dem Drachenhund zu retten und anschließend mit den Hüpfpferden durch die weiten Vorgartenebenen davonpreschen… Dann macht das Riesenspaß!

    • Ich glaube man ist als Erwachsener noch fähig dazu, man muss sich aber überwinden oder die richtige Stimmung haben.
      Wahnsinn wie man unbewusst einfach erwachsen wird.

      Werde mir zukünftig auch mehr Mühe geben, mich einfach darauf einzulassen. Ich kenne Erwachsene die sich die Fantasie bewahren konnten.

  2. Wenn man doch heute fantasievoll ist und es nach außen hin zeigt, dann wird man doch wie ein Geisteskranker angeguckt. Viele sagen zu mir, dass ich kindisch bin, weil ich mit 28 gerne auf Einkaufswagen surfe. Seis drum. Hauptsache ich bin damit glücklich 🙂

      • Meine Tochter ist erst 3 Monate alt, aber ich versuche mir jetzt schon lustige Ideen zu entwickelt, um später viel Spaß haben zu können und eben wieder ein bisschen Kind sein.

      • Als mein Großer noch klein war, haben wir auch viele schöne Sachen gemacht. Jetzt mit zwei Kindern fehlt mir irgendwie die Zeit/Energie/Lust/Motivation. Dabei habe ich mir immer eine Großfamilie gewünscht.

    • Ja, ich bin der Meinung das ist auch der Grund warum ich abgestumpft bin. Als Erwachsene soll ich mich ruhig und gesittet verhalten, auf der Arbeit dann aber plötzlich kreative sein.
      Ich sprinte gerne kurze Strecken und die Erwachsenen verstehen das nicht, als Erwachsene soll ich immer ruhig und langsam gehen.

      Der Freund von meinem Sohn ist total erstaunt, dass unsere Jungs das Schlafzimmer betreten dürfen und dann auch noch auf dem Bett hüpfen dürfen. 😉

    • Ich sehe das mit dem Surfen nicht kritisch, solange du es deinem Nachwuchs nicht verbietest;-) . In meiner alten Heimat Ostfriesland sagt man dazu: Kannst maken wat du wullst, de Lüer schnackt doch!

  3. Vielleicht waren die Geschichten damals gar nicht so perfekt, tiefgründig, spannend oder außergewöhnlich. Vielleicht bräuchte man nur einige, wenige Details, um von der Phantasie in das Spiel/in die Geschichte abzudriften, wenn man es denn zulässt. Ich könnte mir vorstellen, heute ist eventuell nur der eigene Anspruch höher und man könnte ganz einfach, mit etwas Übung, zu „alter Form“ zurück finden.

  4. Als Erwachsener wird man „gebremst“, oder besser gesagt, man lässt sich bremsen. Mit fortschreitendem Alter ist es mir aber immer mehr egal geworden, was die „Anderen“ von mir denken und momentan kennt meine Phantasie keine Grenzen mehr. Das tut gut. Geh‘ es einfach locker an, nimm die Kinder als Vorbild und denke nicht zuviel darüber nach 😉 .
    Liebe Grüsse,
    Claudine

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