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Keiner ist perfekt, welch ein Glück

Jetzt habe ich über meinen Mann Dampf abgelassen, da muss ich ihn nun auch mal loben. 😉

Nein, mein Mann liest hier nicht mit. Er weiß von dem Blog aber er meint, dass das hier meine Privatsphäre ist und er es deshalb nicht mitlesen möchte.

Ich habe das große Glück einen super Ehemann gefunden zu haben.
Er ist intelligent,
merkt sich alles was ich ihm erzähle,
denkt an alle unsere Jubiläen besser als ich,
er hat ein großes Allgemeinwissen,
denkt logisch (meistens),
er ist treu,
verlässlich (mein Fels in der Brandung),
respektvoll,
er kann mich und die Kinder aufmuntern
und auch wichtig, er kann mit mir umgehen wenn ich heule und nicht weiß warum. Seit ich ihn kenne habe ich diese „Anfälle“ kaum noch.

Aber nicht nur das, mein Mann ist handwerklich sehr begabt. Er renoviert alles alleine, tapeziert, malt und schleift Böden. Er hat hier sogar die Fliesen verlegt … das erste Mal in seinem Leben und es sieht besser aus als die Fliesen vom Vorbesitzer … mein Mann ist ein Perfektionist. Er hat die Treppe gesichert, wo alle dachten das sei nicht möglich.

Er ist nicht perfekt aber das ist gut so, sonst hätte ich den Anspruch an mich auch perfekt sein zu müssen.  😉 In einigen Dingen denkt er mir zu altmodisch/polnisch.

Wir sind unterschiedlich … ergänzen uns aber dadurch und haben doch Gemeinsamkeiten.

Ich habe kaum Allgemeinwissen, bin aber sozialer, geduldiger und spontaner als mein Mann. Es fällt mir leichter Kontakt zu Fremden zu knüpfen und neue Freundschaften zu schließen. Häufig werde ich als freundlicher und zugänglicher als mein Mann empfunden. Außerdem habe ich mehr Respekt vor anderen Völkern und Lebewesen. Der Umgang mit Menschen die Behinderungen haben bereitet mir keine Probleme. Ich bin spontaner und offen für neue Erfahrungen und Abenteuer.
Mit diesen Eigenschaften unterscheide ich mich von ihm.

Wir haben aber auch viele Gemeinsamkeiten und gemeinsame Interessen.
Auch wenn ich sozialer bin als mein Mann, sind wir beide doch ziemliche Einzelgänger, lassen uns ungern helfen und verbringen Freizeit gerne unter uns. Wir brauchen keine großen und teuren Urlaube. Beide interessieren wir uns für Computer/Technik und Bonsais/Garten. Wir sind handwerklich begabt und machen gerne alles alleine und sind dabei perfektionistisch. Wir haben das selbe Lebensziel und in etwa die gleichen Erwartungen an ein Familienleben.

Mein Ehemann ist super und wir ergänzen uns dennoch gibt es manchmal Reibung aber ohne wäre es langweilig. 🙂

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Was ist Treue und Liebe?

Treue und Liebe kann man nicht erzwingen … bin ich der Meinung. Ist es Treue und Liebe wenn man jemanden dazu drängt Gelegenheiten zur Untreue zu vermeiden? Oder ist es Treue und Liebe, dass man trotz dieser Gelegenheit dem Ehemann treu bleibt?
Das ist wie bei den Jugendlichen … Eltern können Zigaretten und Sex verbieten und trotzdem finden die Jugendlichen Gelegenheiten. Warum also nicht gleich dem Kind vertrauen entgegen bringen und ihm Vorleben wie man Situationen richtig abwegt?

Als Jugendliche hatte ich auch Gelegenheiten für Zigaretten und Sex. Einmal an eine Zigarette gezogen,  wusste ich, das dass nichts für mich ist aber es war meine Entscheidung … meine Eltern hätten keinen Einfluss darauf haben können. Und ich kenne einen Haufen Leute die mit 30 anfangen zu Rauchen. Lohnt sich da der Stress in der Jugend zwischen Eltern und Kindern?

Ich finde, dass Kinder das Leben der Eltern und deren Fehler analysieren und anhand dessen und dem eigenen Charakter entscheiden was sie machen wollen. Meine Mutter hatte mir beigebracht aus ihren Fehlern zu lernen, das hat mir viel erspart trotzdem musste ich auch eigene Fehler machen.

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Zeit für die Liebe

Das Thema finde ich sehr wichtig, weil dann einfach alles besser läuft und das spüren auch die Kinder. Deshalb möchte ich gerne darüber schreiben, finde gerade aber nicht die richtigen Worte dafür. Der Blog ist für jede Altersklasse zugänglich und ich muss die Privatsphäre meines Mannes beachten, er ist der Ansicht über so ein Thema spricht man nicht mit anderen.

Vor ca. 2 Monaten habe ich meinen kleinen Nimmersatt abgestillt und jetzt habe ich langsam wieder Lust/Kraft für Mich … für meinen Mann. Ich lackiere mir wieder die Nägel, schminke mich, trage Schmuck. Sonst war mir das immer zu doof mit dem Baby und ich war da auch ein bisschen Öko. Da liegt der Kopf vom Baby beim Stillen auf dem Armband und das drückt und tut weh; das Armband bleibt ständig irgendwo hängen; die Kinder reißen mir die Ketten und Ohrringe ab; der Nagellack stinkt  – also habe ich lieber darauf verzichtet. Warum die guten Sachen anziehen, wenn mich die Kinder mindestens fünf Mal am Tag schmutzig gemacht haben. Jetzt hat sich das gebessert.

Und warum habe ich jetzt wieder mehr Lust am Liebesleben? Weil ich mehr Schlaf in der Nacht finde und somit auch mehr Kraft habe aber das wäre zu einfach. Es ist dieser ständige Körperkontakt und bitte versteht mich nicht falsch, denn ich liebe es meine Familie zu umarmen, Kuscheln und zu Knutschen. Aber wenn ich den ganzen Tag volle Windeln wechsle, mir ständig einer an der Brust hängt oder das Kleinkind gerade den unterschied zwischen Männlein und Weiblein entdeckt, dann freue ich mich Abends darauf „durchatmen“ zu können. Es sitzt sonst den ganzen Tag einer auf meinem Schoß oder hängt an meinem Bein …  haut mich … beißt mich … hält mich an der Hand. Das ist alles schön, wenn man auch mal den eignen Körper für sich haben kann.

Aber Abends freut sich dann mein Ehemann, dass ich nicht mehr von den Kinder belagert werde und versucht, das dann für sich zu nutzen – natürlich. Nur leider empfinde ich das dann in dem Moment häufig auch als weitere „Belagerung“. Das ist jetzt zum Glück seit dem Abstillen besser geworden und umso häufiger ich mich auf die Liebe einlasse, umso mehr sehne ich mich wieder danach (vor allem aber auch umso mehr Zeit ich mir auch für „meine Schönheit/Körperpflege“ nehme). Dadurch läuft auch alles etwas entspannter, klar mein Mann ist ja nun auch viel besser drauf. 😉

Ich habe aber auch gelernt wie ich die Lust/das Feuer in mir wecken kann und ich habe gemerkt, dass ich klar und deutlich mit meinem Mann sprechen muss, damit auch er es weiß und nutzen kann. Hier ein kleines Beispiel, ganz kurz zusammengefasst: So mein Mann ist Abends müde und fragt: „Hast du Lust?“ Ich: „Nein, bin müde.“ – oder ich sage ja und er sagt dann aber, dass er müde ist und ich die aktive Rolle übernehmen soll. Das funktioniert bei mir nicht. Nun habe ich in einer anderen Situation bei meinem Mann neue Kräfte geweckt (oj ist das schwierig zu formulieren ohne es zu sagen :-/), z.B. habe ich eine „nette“ Nachricht auf sein Handy geschickt. Mit frischer „Kraft“ fragt er nicht sonder fängt einfach an meine Nacken zu Küssen und mir die Schulter zu massieren und so kommt eines zum anderen und beide haben Kraft und sind aktiv. Es funktioniert nicht, wenn beide müde sind und keiner hat Lust die aktive Rolle zu übernehmen und dann aber Vorwürfe machen „du hast ja nie Lust“. So es gibt aber viele Möglichkeiten, dass beide entspannt die aktive Rolle übernehmen können – man muss sie nur kennen und nutzen. Es gibt nette Werkzeuge die zu zweit genutzt werden können und nicht nur für Singles sind. Was ich auch bemerkt habe im Bekanntenkreis – Männer würden gerne vieles ausprobieren aber trauen sich nicht es den Frauen zu sagen und warum die Frauen nicht auf die Idee kommen … weiß ich nicht. Bei mir ist es so, dass ich es schön finde aber nicht so den Druck verspüre, wie das männliche Geschlecht. 😉

Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich und auch mein Mann glücklicher sind wenn ich „hübsch“ herumlaufe. Mir ist klar, dass ich mich nicht gehen lassen darf, nur weil ich einen Mann habe. Das gilt natürlich für beide Geschlechter. So Kleinigkeiten halten die Ehe am laufen, wenn man den Partner immer mal wieder mit einer kleinen Veränderung überraschen kann.

 

Locker lassen und genießen 🙂