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Lebensmittel von örtlichen Betrieben

Mein Sohn hat in seinem Kindergarten ein Kind, dessen Eltern Kühe halten. Das sind sehr nette Leute, der Betrieb ist irgendwie zertifiziert, weil die Kühe regelmäßig kontrolliert werde und sie somit auch Rohmilch verkaufen dürfen. Ich sehe, dass die Leute ihre Kühe „lieben“ aber dennoch werden die Kühe nicht mehr auf die Weide gelassen. Das Gespräch wurde unterbrochen, deshalb weiß ich nicht warum … hat wohl irgendetwas mit Kontrolle zu tun.

Wir leben jetzt seit einem Jahr auf dem Land und ich kenne vielleicht einen Betrieb mit Freilandhaltung. Sonst nur lange, flache und fensterlose Gebäude. Einige Betriebe werden sogar ermahnt oder geschlossen wegen schlechter Haltung der Tiere. Also einfach nur beim örtlichen Bauern kaufen ist gut für die örtliche Wirtschaft, kürzere Transportwege aber nicht unbedingt Freilandhaltung. Ab wann sind denn Tiere glücklich und wie sieht man es ihnen an?

Vor ca. 10 Jahren war ich noch (gegen den Willen meiner Familie) Vegetarier und dann lernte ich meinen Mann kennen und hörte auf. Auch seine Schwester war noch einige Zeit nach mir Vegetarier und hörte auf. In unserer polnischen Familie ist es ein Kampf, ein Vegetarier zu sein. Ich kenne hier kaum ein polnisches Gericht aus meiner Familie, das vegetarisch ist. Für meinen Mann Zählt kaum ein vegetarisches Gericht als Mittagessen … davon wird er nicht satt. Es wird bei mir in der Familie nicht akzeptier, erst recht nicht bei Kindern, Jugendlichen, Schwangeren oder Stillenden.

Für meine Kinder möchte ich aber nur ein bis zwei Mal die Woche ein Gericht mit Fleisch kochen … ich halte es für gesünder und so wird es ja auch laut Ernährungspyramide empfohlen … mein Mann isst auf der Arbeit und meine Kinder bald im Kindergarten … somit kann ich dann meinen Fleischkonsum wieder einschränken.

Meine Mutter meinte damals … ich ernähre mich nicht ausgewogen genug und gleiche den Fleischmangel nicht aus … eigentlich weiß ich als schlechte Köchin bis heute nicht was ich vernünftiges essen soll und die vielen Gerichte im Internet, Büchern und Zeitschriften sind mir einfach zu kompliziert und zu aufwändig. Ich habe aber den Druck, die Verpflichtung meine Familie gescheit zu ernähren.

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Die erste Ernte

Ich liebe es meine Kinder im Garten zu beobachten. Mein Großer ist total stolz auf unser Beet. Jeden Tag sitzt er im Beet und nascht. Selbst wenn die Johannisbeeren und Stachelbeeren noch nicht reif sind und bitter schmecken, will er sie essen. Es verzieht ihm das ganze Gesicht vor Bitterkeit aber er nascht weiter.

Wir haben jetzt schon Radieschen, Salat, Knoblauch und hin und wieder etwas Obst ernten können.

Demnächst sind dir Kartoffeln dran.

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