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Was ist Treue und Liebe?

Treue und Liebe kann man nicht erzwingen … bin ich der Meinung. Ist es Treue und Liebe wenn man jemanden dazu drängt Gelegenheiten zur Untreue zu vermeiden? Oder ist es Treue und Liebe, dass man trotz dieser Gelegenheit dem Ehemann treu bleibt?
Das ist wie bei den Jugendlichen … Eltern können Zigaretten und Sex verbieten und trotzdem finden die Jugendlichen Gelegenheiten. Warum also nicht gleich dem Kind vertrauen entgegen bringen und ihm Vorleben wie man Situationen richtig abwegt?

Als Jugendliche hatte ich auch Gelegenheiten für Zigaretten und Sex. Einmal an eine Zigarette gezogen,  wusste ich, das dass nichts für mich ist aber es war meine Entscheidung … meine Eltern hätten keinen Einfluss darauf haben können. Und ich kenne einen Haufen Leute die mit 30 anfangen zu Rauchen. Lohnt sich da der Stress in der Jugend zwischen Eltern und Kindern?

Ich finde, dass Kinder das Leben der Eltern und deren Fehler analysieren und anhand dessen und dem eigenen Charakter entscheiden was sie machen wollen. Meine Mutter hatte mir beigebracht aus ihren Fehlern zu lernen, das hat mir viel erspart trotzdem musste ich auch eigene Fehler machen.

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Alltag und die Bildung der Kinder

Als ich mit meinem ersten Sohn in Elternzeit war, habe ich seit seiner Geburt jeden Tag mit ihm Bücher gelesen, gemalt, gebastelt und gesungen. Der Haushalt blieb links liegen.
Damals hatte ich viel zum Thema „Erziehung“ gelesen und war somit der Meinung ich müsste ihn zu einem intelligenten Menschen ausbilden.

Als wir dann unseren zweiten Sohn bekommen haben, waren wir kurz darauf im Renovierungs- und Umzugsstress und hatten dann eben auch einen größeren Haushalt zu bewirtschaften. Also hatte ich einfach viel weniger Zeit für diesen kleinen Krümel und ich musste daran denken wie es früher war – zu der Zeit als mein Opa Kind war.
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Locker lassen und genießen oder Locker durch den Alltag

Wenn ich über meine Handlungen nachdenke, dann frage ich mich warum ich so viel schimpfe und mir (und den Jungs) so einen Stress mache. Dabei bin ich schon in vielen Dingen locker – ich lasse sie alleine essen und kleckern und matschen, Toben und (in meinen Augen) Unordnung verbreiten, lasse sie meine „eigenen Sachen“ durchstöbern, lasse sie mit Kleidung ins Planschbecken, mit Socken in den Garten, der Große hilft beim kochen, aufräumen … und und und.

Klar, die Kinder schreien, meckern, jammern, toben und reden ununterbrochen. Da fällt es mir nicht immer leicht die Nerven zu bewahren vor allem wenn, ich dann auch noch müde bin, in Gedanken oder unter Zeitdruck.

Aber ich denke es geht auch mit weniger Schimpfen und viel mehr Spaß und Einigkeit. Hier ein paar Beispiele die ich meine:

Der kleine greift in die Toilette oder zur Klobürste. Ich finde das ekelig aber muss ich da gleich Schimpfen? Es würde doch reichen, wenn ich igitt sage (mit einem passenden Gesichtsausdruck) und ihm dann die Hände wasche. Er will doch nur nachahmen was wir Großen machen und die Welt erkunden.

Der Große zertrampelt mir etwas im Beet oder rupft mir etwas raus. Muss da denn gleich meckern und mein Puls steigen. Er ist so doch schon so vorsichtig, achtsam und lieb. Wenn er etwas macht, dann weil eine Idee ein Gedanke dahinter steckt. Wenn ich nicht gleich schimpfe und ihn anhöre, dann ist dieser Gedanke dahinter meist so schlau oder lustig, dass ich nicht mehr schimpfen kann. Er wollte doch nur die Blattläuse weg machen, ernten oder Unkraut entfernen oder oder oder. Er entschuldigt sich dann ja auch sofort aber die Neugier treibt ihn wieder zu neuem „Unfug“. Heute hat er eine Blume halbiert (nichts dramatisches – heute bin ich gut drauf), da habe ich ihm gesagt, dass ich traurig bin wenn die Blume deshalb nicht blühen wird. Da hat er sich ganz ehrlich entschuldigt, mich in den Arm genommen und mir einen Kuss gegeben. Ich hätte weinen können, so gerührt war ich und ich mache mir und ihm Stress wegen irgendwelchen Lappalien (in dem Moment wo es passiert, sieht man es häufig anders). Ich meine die Pflanzen wachsen nach. Das Obst- /Gemüsebeet haben wir doch für die Kinder angelegt, damit sie sehen woher alles kommt, wie viel Zeit und Arbeit es kostet bis man eine Gurke ernten kann. Dann soll er doch rupfen und pflücken und trampeln. Ich werde noch genug Zeit in meinem Leben haben für einen perfekten Garten oder für meine Hobbys. Später werde ich die kleinen Füße die durch das Beet trampeln vermissen.

Meine Kinder sind so lieb und brav, sie haben es nicht verdient unterdrückt zu werden. Sie sollen sich entfalten können und selbstbewusst werden.

Jetzt kämpfe ich noch um meine Freizeit aber wenn die Kinder dann älter sind, werde ich mich so daran gewöhnt haben, dass ständig einer an mir hängt … da werde ich sie nicht loslassen können … in die große weite Welt. Dann doch lieber jetzt genießen, nicht später bereuen und sie dann loslassen, wenn sie ihre Freiheit wollen. Oder? 😉