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Minimalismus

Schon seit längerem interessiere ich mich für den Minimalismus.

Ich habe festgestellt, dass ich so viel Schmutzwäsche habe, weil wir einfach zu viele Kleidungsstücke haben. Dann kaufe ich „neue“ (Flohmarkt) Teile und stelle irgendwann fest das wir das eigentlich schon haben … es lag nur unterm Wäscheberg begraben. Vieles haben wir doppelt, einfach weil wir die Sachen nicht wiederfinden. Wie beklopt ist das?

Ich habe hier haufenweise Kisten mit Erinnerungsstücken. Wozu? Damit sie einstauben? Warum habe ich „Angst“ das weg zu werfen? Zum Beispiel einige Geschenke zur Hochzeit … die wichtigsten paar habe ich im Wohnzimmer in der Vitrine … der Rest ist Schnikschnak und liegt im Keller … ich brauche die Sachen nicht. Warum bewahre ich sowas auf?!

Welche und wieviele von den gemalten und gebastelten Sachen der Kinder soll ich aufbewahren? Ist das später für die Kinder eine schöne Erinnerung oder doch nur Balast den ich an sie weitergebe? Wie meine uralten Schulsachen … die ich von Umzug zu Umzug schleppe, wegräume und umräume.

Jetzt ist Schluss … ich minimalisiere … so gut es geht als Familie. Einfach nur für mich … meinen Kram … meinen Balast. Es muss sein … sonst verliere ich den Überblick. Alte Porzellanfiguren aus meiner Kindheit, Puppen, Zeichnungen …. warum so viel?

Auch die Kinder haben viel zu viel Schrott. Vor allem diese blöden Überraschungseier die sie Geschenkt bekommen … nur Müll drinne … ich mag aber nicht Dinge wegschmeißen die nicht vollkommen kaputt sind. Die blöden Ü-Figuren sind neu. Warum also wegschmeißen und Müll produzieren? Warum aber behalten, wenn man mit dem Schrott nicht spielen kann?
Überall fliegt so ein Zeug herum und wird von Seite zu Seite geräumt.

Ferngesteuerte Autos die nicht mehr funktionieren … naja kann man auch so mit spielen … aber mittlerweile haben wir drei davon … die Kinder sind beim Aufräumen überfordert. Kein Wunder, denn ich bin es auch!

Alte Bücher, viele werde ich nicht nochmal lesen, schleppe in Umzugkartons mit. Warum? Um mit dem Bücherregal anzugeben? Warum sonst? Geiz und Gier?

Mittlerweile kaufe ich mir kaum noch neue Kleidung und ich bin wirklich zufrieden damit. Für die Kinder habe ich aber zu viel. Wir sind an einigen Ecken sparsamer als andere aber weit entfernt von dem was ich mir wünsche … nur Dinge zu besitzen die man tatsächlich benötigt oder die einen wirklich glücklich machen.

Wenn ich höre, dass manche Frauen 20-50 paar Schuhe haben, dann empfinde ich Mitleid aber ich selbst habe auch noch einiges an Überfluss. Verrückt es gibt Menschen auf dieser Welt die kaum etwas zum Leben haben und Menschen die so viel haben, dass sie nicht mehr wissen was sie sich schenken oder kaufen sollen. Ich bin glücklich über meine Position im Leben, dass es mir an nichts fehlt aber ich möchte dennoch kein Leben im Überfluss.

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Ich bin glücklich :-)

Manchmal bin ich es satt mir die Probleme (häufig Luxusprobleme) und das genörgel der anderen Mütter anzuhören.

Deshalb dieser Beitrag, denn ich bin glücklich.

Ich freue mich über meine gesunden Kinder, die sich prächtig entwickeln. Bin meinem Mann dankbar, dass er so verlässlich und verständnisvoll ist. Außerdem genieße ich unser traumhaftes Zuhause.

Es ist schön, keine ernsthaften Probleme zu haben und klar ist mein Leben keineswegs perfekt aber das möchte ich auch nicht. Ich möchte versuchen den schönen Dinge in meinem Leben die Aufmerksamkeit zu schenken.
Denn ich habe häufig das Gefühl, dass ich viel zu ernst und besorgt durch das Leben gehe.

Was sind Eure Tips zum glücklich sein?