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Die heilige Nachtruhe

Ich habe ein Gespräch unter Müttern auf mich wirken lassen und beschlossen, dass ich keine Lust mehr habe morgens mit kalten, steifen Armen und Nacken aufzuwachen (weil je ein Kind auf je einem meiner Arme schläft). Kein Mitleid mehr, weil sie alleine schlafen müssen.

Dem Kleinem habe ich das Wasser aus einem Becher oder Strohhalmflasche angeboten. Nicht mehr aus seiner Nuckelflasche. Bis Mitternacht ist er wach geworden und hat getobt vor Wut, worauf ich ihm immer wieder Wasser angeboten habe, bis er wieder eingeschlafen ist. Ab Mitternacht hat er in seinem Bett durchgeschlafen.

Heute morgen hatte er eine volle Windel, somit hat sein Körper wohl ausreichend Flüssigkeit gehabt.

Es ging auch nicht mehr. Er hat es ausgereizt, geschrien und Nachts musste ich die Flasche sogar nachfüllen.

Manchmal brauch man einen kleinen Denkanstoß. 😉

Der Große lag schon in meinem Bett (wir haben ihn aber in seinem Bett schlafen gelegt) als nach oben kam, also habe ich ihn wieder in sein Bett gebracht. Irgendwann in der Nacht ist er wieder gekommen aber ich bin nicht ausreichend wach geworden um ihn zurück zu bringen.

Ich werde nicht mehr locker lassen, bis ich meine Nachtruhe wieder habe. 🙂

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Mein Tipp zu Verabredungen

Schon vor den Kindern viel es mir schwer pünktlich zu sein, bzw. meine Zeit richtig einzuteilen. Mit Kinder war es dann noch schwerer.

Kaum hat man alle fertig spuckt sich/mich ein Kind voll, legt eine Stinkbombe in die Hose oder verletzt sich irgendwie.

Für alle muss Proviant mit, genügend Windeln und Wechselsachen. Wenn die Kinder dann auch noch keine Lust haben und das anziehen verweigern, zieht sich sowieso alles in die Länge.

Wenn ich dann spät dran war, hatte ich schlechte Laune, hab mit den Kinder geschimpft und bin hektisch Auto gefahren.

Deshalb bin ich dazu übergegangen, wann auch immer es möglich ist, mich auf keine feste Uhrzeit zu vereinbaren. Ich sagen dann nicht, wir treffen uns um 14 Uhr sondern zwischen 14-14:30 Uhr. Bisher habe ich damit nur positive Erfahrungen gemacht. Als ich das bei der Spielgruppe vorgeschlagen habe, waren alles Mamas ohne wenn und aber sofort dabei. 😉

Mein Motto ist jetzt, nicht stressen sondern nach Alternativen/Auswegen suchen.

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Kochen für/mit 3 Kindern

Die letzte Nacht habe ich wenig Schlaf bekommen, musste sogar mit dem Kleinen auf dem Sofa schlafen (Baby im Kinderwagen neben mir) und ihn schaukeln, weil er alle wach gehalten hat.

Heute Morgen waren wir alle erkältet und schlecht gelaunt. Da war ich dann ganz froh, dass der Nachbarsjunge kam und für Ablenkung sorgte. Er blieb fast den ganzen Tag und somit hatte ich drei kleine Kinder bei mir und wollte für sie kochen.
Nach der Nacht, hatte ich keinen Nerv mir noch Druck zu machen wegen dem gesunden Essen. Ich habe Musik angemacht, getanzt und dabei gekocht. Siehe da … Es lief gut und die Jungs haben alles aufgegessen. Es gab Fischstäbchen (in Form von Delphinen und Seesternen) mit Kartoffelwürfeln und Buttergemüse. Zum Nachtisch habe ich Schokoladen Pudding gekocht.
Alles nicht gesund aber dafür waren alle gut gelaunt und haben den Tag genossen.

Nach dem Mittagessen war ich erstaunt, wie gut es mit den Jungs lief. Wer weiß, vielleicht ist doch etwas daran, dass es mit drei Kindern einfacher ist. Aber dann würde ich wohl garnicht mehr zum schlafen kommen und müsste vom schwarzen Tee und Kaffee auf Energy Drinks umsteigen. 😉

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Locker lassen und genießen oder Locker durch den Alltag

Wenn ich über meine Handlungen nachdenke, dann frage ich mich warum ich so viel schimpfe und mir (und den Jungs) so einen Stress mache. Dabei bin ich schon in vielen Dingen locker – ich lasse sie alleine essen und kleckern und matschen, Toben und (in meinen Augen) Unordnung verbreiten, lasse sie meine „eigenen Sachen“ durchstöbern, lasse sie mit Kleidung ins Planschbecken, mit Socken in den Garten, der Große hilft beim kochen, aufräumen … und und und.

Klar, die Kinder schreien, meckern, jammern, toben und reden ununterbrochen. Da fällt es mir nicht immer leicht die Nerven zu bewahren vor allem wenn, ich dann auch noch müde bin, in Gedanken oder unter Zeitdruck.

Aber ich denke es geht auch mit weniger Schimpfen und viel mehr Spaß und Einigkeit. Hier ein paar Beispiele die ich meine:

Der kleine greift in die Toilette oder zur Klobürste. Ich finde das ekelig aber muss ich da gleich Schimpfen? Es würde doch reichen, wenn ich igitt sage (mit einem passenden Gesichtsausdruck) und ihm dann die Hände wasche. Er will doch nur nachahmen was wir Großen machen und die Welt erkunden.

Der Große zertrampelt mir etwas im Beet oder rupft mir etwas raus. Muss da denn gleich meckern und mein Puls steigen. Er ist so doch schon so vorsichtig, achtsam und lieb. Wenn er etwas macht, dann weil eine Idee ein Gedanke dahinter steckt. Wenn ich nicht gleich schimpfe und ihn anhöre, dann ist dieser Gedanke dahinter meist so schlau oder lustig, dass ich nicht mehr schimpfen kann. Er wollte doch nur die Blattläuse weg machen, ernten oder Unkraut entfernen oder oder oder. Er entschuldigt sich dann ja auch sofort aber die Neugier treibt ihn wieder zu neuem „Unfug“. Heute hat er eine Blume halbiert (nichts dramatisches – heute bin ich gut drauf), da habe ich ihm gesagt, dass ich traurig bin wenn die Blume deshalb nicht blühen wird. Da hat er sich ganz ehrlich entschuldigt, mich in den Arm genommen und mir einen Kuss gegeben. Ich hätte weinen können, so gerührt war ich und ich mache mir und ihm Stress wegen irgendwelchen Lappalien (in dem Moment wo es passiert, sieht man es häufig anders). Ich meine die Pflanzen wachsen nach. Das Obst- /Gemüsebeet haben wir doch für die Kinder angelegt, damit sie sehen woher alles kommt, wie viel Zeit und Arbeit es kostet bis man eine Gurke ernten kann. Dann soll er doch rupfen und pflücken und trampeln. Ich werde noch genug Zeit in meinem Leben haben für einen perfekten Garten oder für meine Hobbys. Später werde ich die kleinen Füße die durch das Beet trampeln vermissen.

Meine Kinder sind so lieb und brav, sie haben es nicht verdient unterdrückt zu werden. Sie sollen sich entfalten können und selbstbewusst werden.

Jetzt kämpfe ich noch um meine Freizeit aber wenn die Kinder dann älter sind, werde ich mich so daran gewöhnt haben, dass ständig einer an mir hängt … da werde ich sie nicht loslassen können … in die große weite Welt. Dann doch lieber jetzt genießen, nicht später bereuen und sie dann loslassen, wenn sie ihre Freiheit wollen. Oder? 😉